| Aktuelle Nachricht: |
EU-Strategie 2020: 10-Jahresplan ohne Realitätssinn Der angekündigte Beschluss der Europäischen Kommission zur EU-Strategie 2020 stößt im Parlament auf Kritik. "Ohne zu wissen, so Schnellhardt, warum die Lissabon-Strategie 2000 - 2010 total gescheiter ist, es wurde kein Ziel erreicht, eine neue ähnliche Vorstellung zu Papier zu bringen, ist schon abenteuerlich." "Die neue EU-Strategie 2020 setzt kaum neue Akzente und lässt die wahren Herausforderungen, wie zum Beispiel die demographische Entwicklung, die Bewältigung von Krisen, die weitere Vertiefung der Europäischen Union, die offenen Fragen der Grenzen Europas, unerwähnt. Stattdessen werden willkürliche Prozentziele bei der Beschäftigungsquote bestimmter Altersgruppen und Zielvorgaben für die Zahl der Schulabbrecher festgesetzt. Themen also, die wichtig, aber zunächst einmal den Mitgliedstaaten selbst überlassen sind. Die Kommission muss sich auf ihre Kompetenzbereiche konzentrieren. Auf realitätsferne 10-Jahrespläne können wir gerne verzichten, deren Schicksal haben wir zu DDR-Zeiten kennengelernt. Damals hieß der Slogan 'Überholen ohne Einzuholen'. Solche Spielchen sollten wir uns heute ersparen" so Schnellhardt abschließend. |
| Treffen mit Deutschen Konditorenbund im Parlament |
Am 25. Februar 2010 war der deutsche Konditorenbund im Europäischen Parlament um mit Abgeordneten über die geplante Verordnung zur Kennzeichnung von Lebensmitteln zu sprechen. Von besonderem Interesse war die Kennzeichnung von losen und unverpackten Lebensmitteln, wie sie das Konditorenhandwerk typischerweise herstellt. Gerhard Schenk, der Präsident des deutschen Konditorenbundes, und Michael Hohoff, Landesinnungsmeister Sachsen-Anhalt, erklärten, dass es nicht korrekt sei, wenn Unternehmen, die täglich frisch produzieren und ein vielfältiges Angebot an unverpackten Lebensmitteln haben, ihre Ware kennzeichnen müssten. Der Europaabgeordnete Dr. Horst Schnellhardt stimmte zu: "Besonders die kleinen Unternehmen der Lebensmittelbranche können sich den Aufwand der Kennzeichnung eines vielfältigen und wechselnden Angebots kaum leisten. Es besteht die Gefahr, dass das vielfältige, vorhandene Angebot handwerklich hergestellter Lebensmittel eingeschränkt wird." Große Einigkeit bestand darüber, dass unverpackte Lebensmittel von den meisten Kennzeichnungsregeln ausgenommen werden sollten. Anders bei der Kennzeichnung von Allergenen: Allergiker sollten zumindest auf Nachfrage über möglicherweise enthaltene Allergene informiert werden. Neben der engagierten und interessanten Diskussion konnten die Konditoren mit der Kunst ihres Handwerks überzeugten. Köstliche Naschereien und Torten standen zum Probieren bereit.
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