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| 25.01.2011, 11:08 Uhr | |
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| BIP muss zentraler Indikator bleiben Ergänzende Indikatoren auf nationaler Ebene sinnvoll / überbordende Bürokratie verhindern Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat sich in den letzten Jahrzehnten als zentraler Indikator zur Messung des wirtschaftlichen Fortschrittes eines Landes bewährt. Angesichts der Auswirkungen der Globalisierung und der weltweiten Finanzkrise wird das BIP als nicht mehr ausreichend angesehen. Die unterschiedlichen Vorstellungen der politischen La-ger, ob und mit welchen Indikatoren das BIP sinnvoll ergänzt werden kann, erschweren die Lösungsfindung. Ein Versuch des Ausschusses für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI) im Europäischen Parlament scheiterte heute mit der Ablehnung eines Berichtsentwurfes zum Thema "BIP und mehr". Brüssel - Dr. Horst Schnellhardt, Schattenberichterstatter der EVP-Fraktion, erklärte: "Nur das BIP gewährleistet eine objektive Beurteilung des wirtschaftlichen Entwicklungsstandes einer Region und ermöglicht den objektiven Vergleich zwischen den Regionen. Vielen Alterna-tiven zum BIP, wie der nationale Glücksindex in Bhutan und der Happy Planet Index, liegen stets ideologische Annahmen darüber zugrunde, was eine Gesellschaft glücklich macht. Davon dürfen wir uns in der Diskussion aber nicht leiten lassen. Die Methode zur Berechnung des BIP hingegen ist global anerkannt." "Nur ein hohes BIP gewährleistet, dass auf ökologische und gesellschaftliche Heraus-forderungen wie Klimawandel, Armut und Ausgrenzung angemessen reagiert werden kann. Auf regionaler und nationaler Ebene können andere, ebenso objektiv messbare Indikatoren, wie Wasser- oder Luftqualität zur Beurteilung bestimmter Politiken sicherlich sinnvoll herangezogen werden. Diese verlieren aber an Aussagekraft, wenn man nur den Nominalwert vergleicht, nicht aber die Voraussetzungen, unter denen dieser zustan-de kommt", so Schnellhardt weiter. "Ob die gute Luftqualität durch den Einsatz moderner Filteranlagen erreicht wurde oder durch das Fehlen signifikanter Industrieanlagen be-dingt wird, kann eine Zahl alleine nicht zum Ausdruck bringen." "Komplexe Indizes, die Elemente wie den Umfang der Teilhabe am politischen Leben, die Qualität der sozialen Beziehungen oder den Grad der Unsicherheit einbeziehen, ver-ursachen einen enormen Verwaltungsaufwand und Kosten, ohne verwertbare Aussagen zu liefern. Auf einer solchen Basis lassen sich keine verantwortungsvollen Entscheidun-gen treffen", betont Schnellhardt abschließend. |
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