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| 31.05.2012, 09:43 Uhr | |
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| Kennzeichnung von Rindern unzureichend geregelt Der Ausschuss für Lebensmittelsicherheit (ENVI) des Europäischen Parlamentes stimmte gestern in Brüssel über zukünftige Regeln für die Kennzeichnung von Rindern ab. "Die Mehrheit der Ausschussmitglieder sprach sich für eine in meinen Augen völlig unzureichende Regelung aus", kommentiert der Europaabgeordnete und Experte für Lebensmittelsicherheit Dr. Horst Schnellhardt (EVP / CDU) das Abstimmungsergebnis.
"Bislang mussten Rinder mit zwei klassischen Ohrmarken gekennzeichnet werden. Dank des technologischen Fortschritts soll nun auch eine elektronische Kennzeichnung möglich werden. Statt sich aber nach Ablauf einer angemessenen Übergangsfrist zu einer europaweit einheitlichen Lösung zu bekennen und die Entwicklung geeigneter Systeme zu beschleunigen, wird ein regulatorisches Durcheinander geschaffen. Nicht nur jedes Mitgliedsland soll für sich entscheiden können, ob die elektronische Kennzeichnung angewendet wird, sondern im schlimmsten Fall steht es jedem einzelnen landwirtschaftlichen Betrieb offen, sich für oder gegen das neue System zu entscheiden", erklärt Schnellhardt.
"Durch das Nebeneinander zu vieler unterschiedlicher Optionen entsteht nur Verwirrung, wenn Rinder beispielsweise von einem Hof zum nächsten oder gar in andere Länder verkauft werden. Ich hätte mir gewünscht, dass wir eine richtungsweisende Entscheidung treffen, die den technologischen Entwicklungen entspricht. Wenn sich die elektronische Kennzeichnung für eine flächendeckende Anwendung nicht eignet, dann brauchen wir auch keine Insellösungen anzustreben", so Schnellhardt abschließend. |
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