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16.12.2011, 12:00 Uhr | Übersicht | Drucken
Fruchtsaft zukünftig ohne Zuckerzusatz
Regeln zur Aromawiederherstellung droht Verwässerung


Zukünftig sollen Fruchtsäfte nicht mehr mit Industriezucker gesüßt werden können. Dafür sprachen sich heute in Brüssel die Mitglieder des Ausschusses für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit aus.


Der Europaabgeordnete Dr. Horst Schnellhardt (EVP / CDU) begrüßt diesen Vorstoß: "Seit längerem bemühen wir uns darum, die Bürger Europas bei einer ausgewogenen Ernährung zu unterstützen. Fruchtsäfte leisten wegen ihrer vielen Mineralien und Vitaminen einen wichtigen Beitrag für eine gesunde Ernährung. Jedoch haben viele Fruchtsäfte aufgrund des Fruchtzuckers einen so hohen Zuckergehalt, der mit dem einer Limonade durchaus vergleichbar ist. Der Zusatz von Industriezucker ist bei Fruchtsäften schlichtweg nicht notwendig. Nur bei Nektar wird die Verwendung von Zucker, Süßstoffen oder Honig weiterhin erlaubt sein, weil dies je nach Fruchtsorte für einen angenehmen Geschmack nicht vermeidbar ist."
 
"Wir Deutschen sind Fruchtsaft-Europameister und genießen das hohe Qualitätsniveau heimischer Säfte. Umso bedauerlicher ist es, dass der Ausschuss heute diesen Anspruch nicht geteilt hat und sich zum Teil für weniger hohe Qualitätsstandards in der Fruchtsaftherstellung ausgesprochen hat, was die Bewahrung des natürlichen Aromas betrifft. Eine unmögliche Entscheidung, die die immer gepredigte Verbesserung der Qualität ignoriert. Vor der Abstimmung im Parlament werde ich mich nochmals für eine Beibehaltung der aktuell geltenden Regeln einsetzen", betont Schnellhardt.

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