Presse
14.02.2012, 15:00 Uhr | Übersicht | Drucken
Impfung gegen Blauzungenkrankheit
Neue Prophylaxe in Einklang mit EU-Tiergesundheitsstrategie


Der Europaabgeordnete Dr. Horst Schnellhardt (EVP / CDU) begrüßt die Einigung zwischen Parlament und Rat über die Anpassungen der Richtlinie zur Impfung gegen die Blauzungenkrankheit. "Es ist aber bedauerlich,", so Schnellhardt, "dass diese Maßnahmen durch Verzögerungen im Rat erst in diesem Jahr und nicht wie vorgesehen bereits 2011 greifen können. Die vorgeschlagenen Änderungen entsprechen der europäischen Tiergesundheitsstrategie. Der Wandel von der Keulungsmethode zur Impfstrategie findet somit seine Fortsetzung", betont Schnellhardt.


"Durch die intensive Unterstützung der Forscher konnten inaktivierte Impfstoffe entwickelt werden", erklärt er. "Diese ermöglichen eine flächendeckende, vorbeugende Impfung ohne die Gefahr einer unerwünschten Zirkulation des Impfvirus. Damit können Verluste bei den Landwirten und Einschränkungen im Handel vermieden werden."
Schnellhardt fordert die Europäische Kommission auf, die Durchführungsbestimmungen schnellstens anzupassen. Die Mitgliedstaaten müssen diese dann zügig umsetzen, damit noch in diesem Jahr effektiver gegen die Tierseuche vorgegangen werden kann. "Obwohl die Unterstützung der Impfprogramme durch die EU mit ca. 100 Millionen Euro pro Jahr zu einer deutlichen Verbesserung der Lage geführt hat, halte ich den Ansatz der flächendeckenden Impfung mit inaktivierten Impfstoffen trotzdem für notwendig", so Schnellhardt abschließend.

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